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Yoga ist mehr als Körperübung.
Yoga ist Haltung und Verantwortung sich selbst und seiner Umwelt gegenüber. Das gelingt nur in stiller, kontemplativer Gesinnung, in dem Glauben von einem Höheren angenommen und gehalten zu sein.'
 
-Roswitha Maria Gerwin

 

 

 

 

 

 

 



 

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  Dreifache Wege im Spiegel einer aufgehenden Blüte

Der Mystiker Meister Eckhart beschreibt drei Lebenszustände, die wir auch mit unserem Lebensweg vergleichen können:

„Dass ein Mensch ein ruhiges Leben in Gott hat, das ist gut.
Dass ein Mensch ein mühevolles Leben mit Geduld erträgt, das ist besser.
Dass man aber Ruhe hat im mühevollen Leben, das ist das Beste.“

  Diese 3 Zustände habe ich auch mit dem Öffnen einer Blüte im Frühling verglichen:

  In der Knospe ruht noch alles, wie beschützt. Die aufgehende Blüte ist im Übergang  -im Wandel- und daher Vielem ausgesetzt.
  Die ganz geöffnete  Blüte fragt nicht mehr. Die Entscheidung zum Öffnen ist gefallen. So ganz geöffnet ist sie nun allem ausgesetzt,
  auch  Sturm und Regen. Und natürlich auch der Sonne, die ich hier mit der göttlichen Bestimmung in Vergleich setze, denn
  das Verwelken einer geöffneten Blüte folgt bald.  Ich kenne Kreuze, die keinen Korpus, sondern eine geöffnete Blüte im Mittelpunkt
  tragen, als Zeichen des Todes und der bevorstehenden Auferstehung.

  Praxis:

  Die Knospe
  Forme die Hände zu Fäusten und drücke sie fest zusammen. Stelle dir vor, deine Fäuste seien zwei Knospen,
  die sich ganz langsam im Sonnenlicht bis zur Blüte öffnen. Öffne, wie unter Druck, ganz langsam die Hände.
  Bleibe noch ein wenig als halb geöffnete Blüte und öffne dann die Hände weit, mit gespreizten Fingern.
  Halte dabei für einige Augenblicke, in der offenen Blüte, die Spannung. Schließe nun langsam, wie mit Gegendruck zur halben Öffnung
  und dann erneut zur Knospe, mit zusammengehaltenen Fäusten. Wiederhole diesen Vorgang mehrmals.

  Wirkung:

  Diese Übung hält die Finger elastisch, regt die Durchblutung in den Fingern und Händen an, lockert steife Finger und beugt Schmerzen
  in den  Fingergliedern vor, dehnt die Sehnen und harmonisiert die Handmeridiane.

   Im Besonderen wird die Aufmerksamkeit und Konzentration für Yoga- und Atemübungen geschult, sowie für Kontemplation und
  Meditation,gleich welcher Ausrichtung.
 

Wer könnte atmen ohne Hoffnung,
dass auch in Zukunft Rosen sich öffnen

-Rose Ausländer-

 
 

 

 


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