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Seminare und Kurse

Kurse:

Yoga am und auf dem Stuhl  --Generationenübergreifend--
mit Roswitha Maria Gerwin
 

Yoga und Kontemplation:
Mit Körper- und Atemübungen aus dem Yoga, und Motivation für den Alltag, bewegen wir uns alle zwei Wochen an und auf dem Stuhl  -sowie in einem Kurs auch auf dem Boden-  zur Stille-Meditation und Kontemplation hin. Texte aus westlichen und östlichen Weisheitsschriften bereiten die Stille vor.

  • im Christopherus-Haus in Herdringen    -  14-tägig   montags von 17.00 - 18.00 Uhr und ab Mai 2019 von 18.15 - 19.15 Uhr
     

  • im Gemeindehaus Pfarrei Hl. Geist in Arnsberg - Hüsten    -    14-tägig mittwochs von 10.00 - 11.00 Uhr
     

 

Einführung in die integrale Yogapraxis mit Roswitha Maria Gerwin    -  Kurs 19RG02
In der Integralen Yogapraxis ist es möglich, alle spirituellen Wege mit praktischen Yogaübungen zu begleiten, nach der Intention:
Wir müssen nichts erreichen.

Wir erlauben uns Spannungen loszulassen, Kräfte aufzubauen, der Dehnung nachzugeben, um für die Meditation aufgerichtet und eingestimmt zu sein.
Schweigekurs mit:
Frühmorgendlichem Gehen, einfühlenden Yoga-, Atem- und Entspannungsübungen, meditativem Gehen zwischendurch, Meditationen (still und geführt), Kurzvorträgen und Einzelgesprächen. Die täglichen Kurzvorträge haben stets Beziehung zur Praxis und zum Alltag.

Leitung:                Roswitha Maria Gerwin
Donnerstag, 29.08.2019 - 18.00 Uhr bis
Sonntag, 01.09.2019  -  13.00 Uhr

Benediktushof
Seminar- und Tagungszentrum GmbH
Klosterstraße 10 in 97292 Holzkirchen / bei Würzburg
Bürozeiten: Mo. bis Fr. 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr und  14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Telefon: 09369 - 98 38-0
E-Mail: kurse@benediktushof-holzkirchen.de
Link zum Benediktushof Sie gelangen direkt auf die Seite mit Infos zum Kurs 19RG02

 

Meditation in der integralen Yogapraxis mit Roswitha Maria Gerwin      -  Kurs 19RG03

Wiederholende Meditationen schenken Herzberührung und Klarheit im Alltag.

Mit hinführenden Übungen auch aus dem Yoga Dance sind wir auf Yogahaltungen und Stillemeditationen eingestellt.

Schweigekurs mit:
Frühmorgendlichem Gehen, einfühlenden Yoga-, Atem- und Entspannungsübungen, meditativem Gehen zwischendurch, Meditationen (still und geführt
), Kurzvorträgen und Einzelgesprächen. Die täglichen Kurzvorträge haben stets Beziehung zur Praxis und zum Alltag.

Für diesen Kurs ist eine Einführung in Meditation wünschenswert.

Leitung:                Roswitha Maria Gerwin
Donnerstag, 12.12.2019 - 18.00 Uhr bis
Sonntag, 15.12.2019  -  13.00 Uhr

Benediktushof
Seminar- und Tagungszentrum GmbH
Klosterstraße 10 in 97292 Holzkirchen / bei Würzburg
Bürozeiten: Mo. bis Fr. 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr und  14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Telefon: 09369 - 98 38-0
E-Mail: kurse@benediktushof-holzkirchen.de
Link zum Benediktushof Sie gelangen direkt auf die Seite mit Infos zum Kurs 19RG03
 
 

Yoga und Kontemplation - ein Weg des Herzens

In östlichen Weisheitslehren heißt es, dass eine wahre Herzensbildung nur so groß sein kann, wie die Erkenntnis, die zuvor erfahren wurde. Um zu einer wahren inneren Erfahrung zu kommen, bedarf es der Stille. Dabei geht es nicht unbedingt um eine stille Umgebung, obwohl sie wohltuend ist, sondern primär um die Stille im eigenen Herzen.

Wenn wir immer wieder klösterliche Stille aufsuchen, aber nicht einen aktiven Schritt auf die Stille im Herzen zugehen, bleibt die Berührung oberflächlich.

'Unruhig bleibt unser Herz, bis es ruht in Dir o Gott'

wusste der große Kirchenlehrer Augustinus zu sagen. Unruhe ist jedoch ein Zeichen unserer Zeit und immer mehr Menschen begeben sich auf die Suche nach Stille. Nun lässt sich ein unruhiger Geist nicht einfach ausschalten. Dazu bedarf es einer bestimmten  Einübung über den Körper, den Geist und der Seele.

Körper- und Atemübungen aus dem Yoga wirken direkt auf das vegetative Nervensystem, welches dann auf Ruhe schaltet. Der Atem verlangsamt sich, die Achtsamkeit auch auf den Körper nimmt zu und die Psyche bekommt erste Gleichmutserfahrungen.

Hinführend ist es wichtig, dass wir in der Übung die Aufmerksamkeit auf verschiedene Bereiche des Körpers lenken, und auch die Vorstellungskraft aktivieren. Später können wir über die eigene Achtsamkeit den Gedankenfluss verlangsamen und immer mehr ruhen lassen.

Lange Zeit hatte der Westen vergessen, dass es dergleichen Einübungen auch in der Christlichen Mystik zur Kontemplation gegeben hat. Wir können dankbar sein, dass uns der Weg über den Osten wieder zu den eigenen Wurzeln führte. Ja - wie bei allem Suchen nach dem wahren Sinn des Lebens, gehen wir viele Wege, auch Umwege, um irgendwann wieder nach Hause zu kommen. Der große Dichter Rumi bekannte dieses umfassend für Körper, Geist und Seele: 

'Ich habe die ganze Welt auf der Suche nach Gott durchwandert
und ihn nirgendwo gefunden.
Als ich wieder nach Hause kam, sah ich ihn vor der Türe meines Herzens stehen,
und er sprach:
„Hier warte ich auf dich seit Ewigkeiten“.
Da bin ich mit ihm ins Haus gegangen'.

                                                                                 Roswitha Maria Gerwin

 

'Ich ging durch einen grasgrünen Wald...'
-In Freude und Balance durch die Natur-

 Ernst Wiechert war es, der uns vor vielen Jahren in seinem Buch 'Von Wäldern und Menschen' Schönheit und Gesundbringendes durch die Bäume nahe brachte. Und der bekannte Förster Peter Wohlleben hat sie uns wieder in die Gegenwart geholt. Seine neuen Bücher und Filme über das geheime Leben der Bäume, hat dem Wald die Seele zurückgegeben.

Selbst Bernhard von Clairvaux, der heilige Mönch des Mittelalters, und der Dichter Paul Claudel kannten die tiefe Seelenberührung durch die Wälder:


'Glaube mir, denn ich habe es erfahren,du wirst mehr in den Wäldern finden
 als in den Büchern. Bäume und Steine werden dich lehren,
was du von keinem Lehrmeister hörst.' 

'Wenn man in einen Wald eintritt, so ist es, als träte man in das Innere einer Seele.'

 

In unserer heutigen Yogastunde vergegenwärtigen wir uns die Lust am Wandern und Naturerleben, mit Übungen, die wir auch mitten im Wald ausführen können. Das sogenannte 'Waldbaden' ist ja schon in aller Munde.

Und wir haben das Glück, hier im Sauerland, von viel Wald umgeben zu sein. Genießen wir die Ferienzeit, um uns im Wald zu bewegen und zu gesunden! Wer sich entsprechend kleidet, braucht keine Angst vor Zecken zu haben. Und wer sich hin und wieder ganz still verhält und lauscht, der hört Geheimnisvolles. Kinder bringen uns ins Märchenland - und sind nicht erstaunt, wenn wir ihnen berichten, dass es in Irland sogar eine Feenbeauftragte gibt!

Ich war meinem Vater sehr dankbar, dass er mich als Kind oft mit in den Wald genommen hat - wenn auch mehr zur Arbeit, zum Beispiel zum Tannenpflanzen. Aber das Rauschen in den Baumwipfeln, das Singen der Vögel und die tanzenden Zweige im Unterholz, habe ich nicht vergessen.
Jetzt, im älteren Dasein, nehme ich meistens die Nordic Walking Stöcke mit, so kann ich mich besser halten und ausrichten. Und sollte mal ein Wildschwein den Weg kreuzen, hebe ich die Stöcke und werde zum Riesen...

Ein liegender Baumstamm ist nicht nur zum Sitzen bereit, sondern zunächst zum Bewegen, zur Kräftigung und zur Dehnung da, ehe mich die Stille umarmt.

-Sei still und lausche - diese hohen Bäume sind Gebete-

                                                                               Roswitha Maria Gerwin